Bremerhaven wird nicht nur national, sondern mittlerweile auch international als Kompetenzzentrum für Offshore-Windenergie wahrgenommen. Alleine in 2011 hat die Bremerhavener Wirtschaftsförderung, die BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH, rund 25 ausländische Delegationen empfangen, die sich über den Offshore Standort Bremerhaven informieren möchten oder auch bereits ein konkretes Ansiedlungsinteresse haben.
Und immer wieder wird bestätigt: Bremerhaven spielt auch auf internationaler Ebene in der ersten Liga der Offshore-Wind Standorte. Zu den Erfolgskriterien zählen die Anzahl an Produzenten, Infrastruktur, Forschung, sowie Aus- und Weiterbildung. Dies alles hat Bremerhaven in konzentrierter und hochkarätiger Form zu bieten: Namhafte Firmen wie REpower Systems SE, Weserwind GmbH, AREVA Wind GmbH und PowerBlades GmbH haben sich angesiedelt und erweitern sich, erste Windparks werden von Bremerhaven aus aufgebaut. Und es werden von Politik und Verwaltung weitere konkrete Anstrengungen unternommen, um die Rahmenbedingungen für Unternehmen dieser Branche weiter zu verbessern. Hierzu zählen beispielsweise die Planungen und ersten Umsetzungsschritte zum Bau eines Offshore Terminals an der Weser.
Der Offshore Terminal Bremerhaven wird über 2-3 Liegeplätze für die modernen Transport- und Errichterschiffe mit einer ca. 25 ha großen Montage- und Vorstaufläche verfügen. Mit einer Wassertiefe von 10,5 m bietet der Terminal einen restriktionsfreien Zugang zum offenen Meer. Die Bremerhavener sind sehr optimistisch, dass der Offshore Terminal als privatwirtschaftlich finanzierter und betriebener Hafen Ende 2014 in Betrieb gehen kann. Unmittelbar hinter dem geplanten Offshore Terminal befinden sich weitere rund 200 ha freie Flächen. Für Unternehmenserweiterungen und Ansiedlungsinteressierte entwickelt die BIS diese Flächen nach Bedarf schrittweise weiter, erste Finanzmittel hierfür wurden kürzlich freigegeben.
Im Bereich der Forschung und Entwicklung expandiert auch das Fraunhofer IWES weiter. Es stehen jetzt bis zu 90m lange Hallen zum Testen von Rotorblättern zur Verfügung. Ab 2014 wird es beim IWES auch einen Gondelprüfstand geben, der bis zu einer Antriebsleistung von 10 MW testen kann. Und mit Falck Nutec konnte ein erfahrener und international agierender Experte für Offshore Sicherheitstraining für Bremerhavener gewonnen werden, der seit Mai 2011 in den von der BIS hergerichteten Hallen Kurse für die Offshore-Industrie anbietet.
Am 14. Dezember wurden diese Fakten einer hochkarätigen Wirtschaftsdelegation aus Japan im Rahmen der Tour de Wind durch die Seestadt präsentiert. Annette Schimmel, Mitarbeiterin bei der BIS und verantwortlich für die Unternehmensakquisition: "In den Gesprächen mit Bremerhavener Industrievertretern wurde wieder bestätigt: Bremerhaven hat in Sachen Offshore Wind die Nase vorn." Zum Ende der Abendveranstaltung waren alle Visitenkarten an die 46 japanischen Gäste verteilt, Verabredungen zum weiteren konkreten Austausch getroffen. "Mit diesem Tag", so Schimmel, "ist das Ziel, deutsches Offshore-Wind Know-how auch ins Ausland zu verkaufen, wieder ein Stückchen näher gerückt."








