Wissenschaft

Exzellente Forschung. Praxisnah.

Materialien müssen getestet, Anlagen optimiert werden: die Offshore-Windenergie ist eine vergleichsweise junge Branche, mit einem hohen Bedarf an Forschung und Entwicklung. Bremerhaven bietet hierfür kurze Wege und Möglichkeiten zum intensiven Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Denn die Stadt ist nicht nur Produktionsstandort der Windindustrie, sondern verfügt zudem über eine herausragende Forschungsinfrastruktur.

Das 2009 gegründete Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES forscht und entwickelt zu den zentralen Aufgabenstellungen der Windenergie-Industrie. Das Rotorblatt-Testzentrum des IWES in Bremerhaven bietet eine weltweit einmalige Testinfrastruktur mit zwei parallel betriebenen Einspannvorrichtungen für Rotorblätter bis 90 m Länge. Ab 2015 können im Dynamic Nacelle Testing Laboratory (DyNaLab) komplette Gondeln getestet werden.

Das fk wind - Institut für Windenergie an der Hochschule Bremerhaven ist tätig in der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Windenergietechnik in enger Zusammenarbeit mit dem Bachelorstudiengang Maritime Technologien und dem Masterstudiengang Windenergietechnik.

Die Deutsche WindGuard Engineering GmbH betreibt für die Windenergie-Erforschung einen einzigartigen, akustisch optimierten Windkanal.

Und nicht zuletzt befindet sich mit dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung eine international renommierte Forschungseinrichtung am Standort, die sich nicht nur im Rahmen der Klimaforschung weltweit einen Namen gemacht hat, sondern die auch seit Jahren gemeinsam mit Partnern die Auswirkungen von Offshore-Windenergieanlagen auf die Meeresumwelt untersucht.

Liste aller wissenschaftlichen Einrichtungen mit Angeboten für die Windenergiebranche in Bremerhaven:

fk-wind : Institut für Windenergie

Prof.Dipl.-Ing. Henry Seifert
An der Karlstadt 8
27568 Bremerhaven

t: +49 (0)471 / 4823-547
f: +49 (0)471 / 4823-347
henry.seifert@fk-wind.de
www.fk-wind.de

fk-wind: Das Institut für Windenergie an der Hochschule Bremerhaven betreibt angewandte Forschung auf dem Gebiet der Windenergietechnik in enger Zusammenarbeit mit dem Bachlorstudiengang Maritime Technologien und dessen Schwerpunkt Windenergie- und Meerestechnik, sowie mit dem Masterstudiengang Windenergietechnik unter dem Motto:"Die Windenergieanlage als Ganzes verstehen"

Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen:

  • Lastannahmen sowie Monitoring von Lasten, Betrieb und Umweltbedingungen
  • Rotoraerodynamik und Rotorblattstrukturen, Vereisung von Windturbinen
  • Sensor- und Messtechnik
  • Meeres- und Offshoretechnik
  • Optimierung von älteren Windenergieanlagen

Die fk-wind führt im Dienste der Industrie und Lehre Beratungen und Studien durch, bietet regelmäßig stattfindende fk-wind:energiekolloquium zu wechselnden technischen Themen aus der Windenergie an und engagiert sich in der Aus- und Weiterbildung für die Windenergiebranche.

Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES)

Am Seedeich 45
27572 Bremerhaven
Andrea Voth
PR-Koordinatorin
t: +49 (0)471 - 14 290-220
f: +49 (0)471 - 14 290-111
andrea.voth@iwes.fraunhofer.de
www.iwes.fraunhofer.de

 

Die Forschungsgebiete des Fraunhofer IWES Nordwest umfassen das gesamte Spektrum der Windenergietechnik von der Windphysik bis zur Netzeinspeisung. Das Institut bietet Vertretern der Industrie – Anlagenherstellern, Zulieferern, Windparkbetreibern und Energieversorgern – wirtschaftsrelevante Forschungsdienstleistungen und eine zielführende Kooperation zu allen technischen Fragestellungen der Windenergienutzung. Das Verständnis der Windenergieanlage als System mit dynamischen Wechselbeziehungen der einzelnen Komponenten und Umweltfaktoren schafft Synergien für komplexe Lösungsansätze. Am Fraunhofer IWES Nordwest arbeiten derzeit etwa 130 Wissenschaftler und Angestellte sowie 80 Studenten.

2013 hat sich das Fraunhofer IWES Nordwest mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und ForWind, dem Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Hannover, Oldenburg und Bremen zum Forschungsverbund Windenergie zusammengeschlossen.

Gemeinsam bearbeiten 600 Wissenschaftler/-innen Großprojekte, nutzen in Abstimmung eine weltweit einzigartige Infrastrukturpool und stärken die internationale Sichtbarkeit der deutschen Windforschung.

 Das Fraunhofer IWES Nordwest ist DIN EN ISO 9001:2008-zertifiziert in den folgenden Bereichen: „Technologieentwicklung und -optimierung“, „Technologieeinschätzung und Studien“ sowie „Erprobung in Demonstrationszentren“. 

Hochschule Bremerhaven

Stabstelle Forschung und Transfer
Dr. rer. nat. Joachim Henke
An der Karlstadt 8
27568 Bremerhaven
T: +49 (0) 471 4823  141
jhenke@hs-bremerhaven.de
www.hs-bremerhaven.de

Innovativ, modern und maritim - das ist für die Hochschule Bremerhaven charakteristisch. Cira 3200 Studierende sind derzeit in den 24 technisch, naturwissenschaftlichenen und wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen der Hochschule am Meer eingeschrieben. Dabei richten sich die Studiengänge der Hochschule mit ihren Lerninhalten und Forschungsaktivitäten an den Bedürfnissen der Praxis aus und geben ihr durch zukunftsweisende Entwicklungen neue Impulse. Im Bereich der Windenergie ist die Hochschule sowohl in der Ausbildung (siehe who-is-who-Ausbildung) als auch in der Forschung sehr gut aufgestellt. Mit der fk-wind - dem Institut für Windenergie (siehe who-is-who-Wissenschaft) verfügt die Hochschule über eine Einrichtung, die anwendungsnahe Foschung im Bereich der Windenergie ausführt. Darüber hinaus bietet die Hochschule mit den Studiengängen Transportwesen und Logistik, Process Engineering and Energy Technology sowie Produktionstechnologie fächerübergreifende Disziplinen, die mit kompetenten Ansprechpartnern für die windenergiespezifische Forschung und Entwicklung zur Verfügung stehen.

 

Hochschule Bremerhaven Studiengang "Maritime Technologien"
Prof. Dipl.-Ing. Henry Seifert
An der Karlstadt 8
27568 Bremerhaven
T: +49 (0) 471 4823 - 547
hseifert@hs-bremerhaven.de
www.hs-bremerhaven.de/studienangebot/bachelorstudiengaenge/maritime-technologien

Die Weltmeere sind einer der wichtigsten Wirtschaftssektoren der Zukunft. 2003 wurde deshalb an der Hochschule Bremerhaven der Studiengang "Maritime Technologien" eingerichtet. Der Studiengang ist in die drei Schwerpunkte "Windenergietechnik", "Meeresenergiesysteme" sowie "Marine Biotechnologie" gegliedert, die ab dem vierten Semester angeboten werden. Der Bereich Windenergietechik umfasst u.a. die Entwicklung, die Auslegung und den Betrieb von Windenergieanlagen im On- und Offshorebereich sowie den Bau von Überwachungsplattformen und von Offshore-Anlagen. 

 

Hochschule Bremerhaven Studiengang "Windenergietechnik"
Prof. Dipl.-Ing. Henry Seifert
An der Karlstadt 8
27568 Bremerhaven
T:+49 (0) 471 4823 - 547
hseifert@hs-bremerhaven.de
www.hs-bremerhaven.de/studienangebot/masterstudiengaenge/windenergietechnik

Seit dem Wintersemester 2009 bietet die Hochschule Bremerhaven den Masterstudiengang Windenergietechnik an. Leitmotiv des Studienganges ist es, die Studierenden auf den Einsatz als Fach- und Führungskräfte, vorrangig in der Windenergiebranche, vorzubereiten. Insgesamt baut der Masterstudiengang auf vorhandene Kenntnisse der Studierenden auf, vertieft diese und vermittelt die fachübergreifenden Disziplinen rund um die Windenergieanlage. Ziel des Studiums ist es, die Technik des komplexen Systems "Windenergieanlage" mit all seinen Facetten zu verstehen. In dem viersemestrigen Masterstudiengang finden aufeinander aufbauende Module in den Bereichen Simulation sowie Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik von Windenergieanlagen statt. Die Kernkompetenzen aus diesen Gebieten sind eng mit den weiteren Modulen des Studiengangs verbunden und versetzen die Studierenden ind die Lage, die Windenergietechnik als ein zusammenhängendes System zu verstehen und in Projekte umzusetzen. Für den Einsatz in leitenden Funktionen werden die Themen Projektmanagement, Personalführung sowie Wirtschaftlichkeit und Finanzierung vertieft. Das Studium befähigt die Absolventen zu wissenschaftlicher und ingenieurmäßiger Arbeit und Methodik und vermittelt theoretisch-analytische sowie praxisorientierte Kenntnisse, die die Studierenden befähigen, sich offen und kreativ auf neue Bedingungen einzustellen.

 

Hochschule Bremerhaven Studiengang "Nachhaltige Energie- und Umwelttechnologien"
Prof. Dr. Katharina Theis-Bröhl
T: +49 (0) 471 4823 - 471
ktheis-broehl@hs-bremerhaven.de
www.hs-bremerhaven.de/studienangebot/bachelorstudiengaenge/nachhaltige-energie-und-umwelttechnologien

Das Entwickeln von Verfahren zur Umwandlung von Stoffen in chemischen, physikalischen oder biologischen Prozessen oder das Einrichten ressourcenschonender und umweltschonender Anlagen zur Erzeugung von absatzfähigen Produkten sind als Schwerpunktgebiete zu nennen. Zusätzliche Schwerpunkte in der umweltfreundlichen und nachhaltigen Energietechnik sind die Energieeffizienzsteigerung und die nachhaltige Energieerzeugung zu nennen. Wesentliche Bestandteile in diesem Bereich sind auch die Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft, die zusätzlich im sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekt betrachtet werden müssen. Der Bachelorstudiengang "Nachhaltige Energie- und Umwelttechnologien" gibt Antworten auf Fragen der nachhaltigen Energie- und Verfahrenstechnik.

 

Hochschule Bremerhaven Studiengang "Process Engineering and Energy Technology"
Prof. Dr. Katharina Theis-Bröhl
T: +49 (0) 471 4823 - 471
ktheis-broehl@hs-bremerhaven.de
www.hs-bremerhaven.de/studienangebot/masterstudiengaenge/process-engineering-and-energy-technology

Die Verfahrenstechnik umfasst ein sehr weites Wissensgebiet, das in der Zukunft noch größere Breite gewinnen wird. Da die Verfahrenstechnik eine Mittelstellung zwischen dem Maschinenbau, der Chemie, Elektrotechnik und Biologie einnimmt erfordert sie ein hohes Maß an interdisziplinärem Verständnis. Wie kaum in einer anderen Ingenieurdisziplin muss in der Verfahrenstechnik stets Neuland betreten werden. Nicht nur die Optimierung eines einzelnen Teilschritts, sondern die Optimierung des Gesamtsystems steht dabei im Vordergrund: Neben der naturwissenschaftlich-technischen Dimension weisen die Verfahren und Produkte auch eine wirtschaftliche Dimension auf und fügen sich in einen politisch-gesellschaftlichen Rahmen ein. Gefragt ist also nicht nur die technisch brillante Lösung, sondern auch deren Umsetzbarkeit im gegebenen ökonomischen und politischen Umfeld. Der Masterstudiengang "Process Engineering and Energy Technology"umfasst in seiner Ausrichtung die Technik der Stoff- und Energiewandelung mit umweltschonenden Prozessen.

ISL Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik

Dr. Kerstin Lange
Universitätsallee 11-13
28359 Bremen
t: +49 (0) 421 220 96 -45
f: +49 (0) 421 220 96 -55
lange@isl.org
www.isl.org

Das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) hat in mehreren Projekten die Herausforderungen der Offshore Logistik untersucht und ein Simulationsmodell für die Errichtung von Offshore Windparks entwickelt, mit welchem die gesamte see- und landseitige Logistikkette abgebildet werden kann. Unter Berücksichtigung von Störgrößen wie z.B. dem Wettereinfluss, die die Planung eines gesamtheitlichen logistischen Konzeptes erschweren, können unterschiedliche Montage- und Versorgungsstrategien verglichen und bewertet werden.

Das ISL war für EnBW bei der Logistikplanung für die Errichtungsprozesse des Windparks Baltic 2 sowie der Evaluation von Schiffseinsatzstrategien für die Bugsier-, Reederei- und Bergungs-Gesellschaft im Einsatz, um mit  Hilfe der durchgängigen Abbildung der Produktions- und Transportprozesse unter Berücksichtigung relevanter Einflussfaktoren Risiken und Einsparpotenziale zu evaluieren. Auch Prozesse im Bereich Operations & Maintenance werden durch das Forschungsteam simuliert.

Das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) wurde 1954 in Bremen gegründet. Seither haben wir uns als eines der europaweit führenden Institute für maritime Forschung, Beratung und Know-how Transfer positioniert. 

Rund 50 Mitarbeiter bearbeiten heute an den Standorten Bremen und Bremerhaven in interdisziplinären Teams Projekte aus der ganzen Welt. Forschungsgebiete sind logistische Systeme, maritime Wirtschaft und Verkehr und auch die Informationslogistik. Gemeinsam mit öffentlichen oder privatwirtschaftlichen Projektpartnern im In- und Ausland werden aus innovativen Ideen praxistaugliche Lösungen erarbeitet.

Windkanalzentrum der Deutsche WindGuard Engineering GmbH

Überseering 7
27580 Bremerhaven
t: +49 (0) 471 - 95 20 96 - 10
t: +49 (0) 471 - 95 10 85 - 29
info@windguard.de
www.windkanalzentrum.de

Der akustisch optimierte Großwindkanal der Deutschen WindGuard Engineering GmbH ist durch seine besondere Auslegung speziell für die akustisch-aerodynamische Forschung geeignet und ermöglicht zudem Untersuchungen an relativ großen Bauteilen bzw. realitätsnahen Modellen. Der Windkanal in Bremerhaven bietet interessierten Unternehmen, vielfältige Möglichkeiten, den Wind-kanal für eigene Forschungs- und Entwicklungs-arbeiten zu nutzen.